Geringe Bekanntheit von Web 2.0

Nur 6 Prozent der 16 bis 65 jährigen Deutschen kennen den Begriff 'Web 2.0'. Dies ist das scheinbar wichtigste Ergebnis einer am letzten Donnerstag veröffentlichten repräsentativen Umfrage der Academic Data für die Hamburger PR-Agentur ZPR.

In der veröffentlichten Pressemitteilung ist weiter nachzulesen:

"Nur 6 % der Befragten gaben an, den Begriff Web 2.0 überhaupt zu kennen. Zusätzlich scheint auch bei diesen 6 % Unklarheit darüber zu bestehen, was sich hinter Web 2.0 genau verbirgt. Mit der Aufgabe konfrontiert, Aussagen zu Web 2.0 als richtig oder falsch einzustufen, konnte rund ein Viertel der Befragten diese Aussagen nicht kategorisieren. So stimmten jeweils 69 % der Befragten den Aussagen „Bei Web 2.0 habe ich den Eindruck, bestimmte Programme sind auf meinen Rechner. In Wirklichkeit sind sie aber auf einem Server, zu dem ich Zugriff habe.“ sowie „Bei Web 2.0 ist die Software wichtiger als das Gerät, mit dem man ins Internet geht.“ zu. Mit 48 % befand nur annähernd jeder Zweite die Aussage „Web 2.0 bezeichnet die neue soziale und interaktive Orientierung des Internets, in dem User selbst aktiv werden.“ als richtig. „Web 2.0 ist die Bezeichnung für den neuen Internetboom.“ meinten 31 % der Befragten."

Anscheinend verwirrte dieses Thema nicht nur die 1.008 Befragten:

"Bei der Nutzung des Internets zeigt sich, dass die bisher gängigen Angebote des „Web 1.0“ eindeutig im Vordergrund stehen. So kaufen 68 % der Befragten über das Internet ein, 56 % beteiligen sich an Auktionsbörsen, ebenfalls 68 % nutzen Nachschlagewerke und Suchmaschinen."

Der Schwachpunkt dieser Studie ist in der Verwendung des Begriffs 'Web 2.0' zu suchen. Denn auch in den bisher gängigen Angeboten des 'Web 1.0' wie Online-Shops, Auktionsbörsen, Nachschlagewerke und Suchmaschinen sind Elemente des 'Web 2.0' zu finden.

>> ZPR Pressemitteilung: Web 2.0 bei den Deutschen weitgehend unbekannt (PDF)
>> Wikipedia: Web 2.0 - Kritik

Dieser Post wurde aktualisiert am: 30.05.2022

Stephan-Nicolas Kirschner

ist ein innovativer Unternehmer sowie Produktmanagement und Online Marketing Experte mit einer nachgewiesenen Fähigkeit, auch geschäftskritische Ergebnisse zu liefern. Erfahren im Aufbau leistungsorientierter Teams für drei venturebacked Start-ups hat er 2012 mit Bestattungsvergleich.de sein erstes eigenes Start-up gegründet. Dieses hat Stephan-Nicolas Kirschner - von der Idee sowie Business- und Finanzplänen über Pitches und dem Raisen von Kapital bis hin zum Produktlaunch und dem Proof of Concept - zum Marktführer ausgebaut. Nach seinem Exit folgten Interimspositionen als Geschäftsführer von Finanztip sowie als Start-up Koordinator Finance der IHK Berlin. Danach verantwortete Stephan-Nicolas Kirschner zwei Jahre lang als Head of Growth das Wachstum von kapilendo und wurde zudem als Vorstandsvorsitzender der kapilendo venture AG berufen. Bis Ende 2017 verantwortete er in dieser Rolle den Betriebsübergang in die kapilendo AG im Rahmen eines M&A (Mergers & Acquisitions). Seit Juli 2018 übernimmt Stephan-Nicolas Kirschner die Unternehmensnachfolge im elterlichen Betrieb. Als Geschäftsführer der FBE Forschung Beratung Evaluation GmbH führt er so unter anderem BabyCare – Das Vorsorgeprogramm für eine gesunde Schwangerschaft - in die Zukunft. Sein Studium absolvierte er an der Hochschule Mittweida, der Universität der Künste Berlin und an der Universität St. Gallen.